Weihnachtsfeier 2016

Auftaktveranstaltung des Europäischen Integrationszentrums in der NUK Lobeckstraße im Rahmen des Projekts „Unterstützung der Einrichtungen bei der integrativen Gemeinwesenarbeit“.
Am 21.Dezember fand in der Notunterkunft Lobeckstraße 61/62 die Auftaktveranstaltung des Projekts „Unterstützung der Einrichtungen bei der integrativen Gemeinwesenarbeit“ statt. Die Notunterkunft im Kreuzberger Wassertorkiez existiert seit November 2015. Mehr als 150 Personen leben derzeit in der Unterkunft, einige von Ihnen seit bereits seit Anbeginn. Seit November 2016 betreuen wir, das EIZ, das vom QM Wassertorplatz finanzierte Projekt. Ziel des Projektes ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Anschluss in eine für sie oft noch fremde Gesellschaft zu finden, die von gegenseitigen Sprachbarrieren gekennzeichnet ist und auch durch andere kulturelle Vorstellungen geprägt ist. Erfolgreich ist das Projekt dann, wenn es uns gelingt, Hemmschwellen, gegenseitige Vorurteile und Ängste der Anwohner/innen im QM-Kiez und der Bewohner/innen der Unterkunft abzubauen. Mit Hilfe unseren erfahrenen Sprach- und Integrationsmittler/innen in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Türkisch, Dari/Farsi, Paschtu und Urdu stellen wir seit November 2016 die Übersetzung, Betreuung und Begleitung der Geflüchteten in die Vor-Ort Einrichtungen des Quartiersmanagements Wassertorplatz sicher. Seit Beginn des Projekts haben unsere Sprachmittler/innen bereits über 100 Einsätze mit den Geflüchteten durchgeführt, sie zu den Einrichtungen des Kiezes begleitet, das Kino oder auch das Schwimmbad besucht. Der offizielle Projektstart fand in einem weihnachtlichen Rahmen am 21. Dezember in der NUK Lobeckstraße unter der Schirmherrschaft von Frau Monika Hermann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg statt.
Die Geschäftsführung des Betreibers der NUK, Mavi gGmbH Leben und Integrieren Frau Aynur Toraman dankte in Ihrer Begrüßungsrede zunächst den Bewohner/innen für Ihr Durchhaltevermögen und die friedliche Atmosphäre angesichts des begrenzten Raums in der Einrichtung. Ein Umzug der Bewohner/innen in eine andere Einrichtung sei für März nächsten Jahres geplant. Angesichts der derzeitigen Bedrohung durch Kriege, Gewalt und der internationalen Bedrohung durch terroristische Anschläge, die auch unsere Heimatstadt leider nicht verschont haben, mahnte sie zu Geschlossenheit und Zusammenhalt aller Berliner/innen unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.
Die Projektleitung des Europäischen Integrationszentrums Frau Fousiye Maarouf betonte in ihrem Redebeitrag die Bedeutung der heutigen Veranstaltung. Man solle die Auftaktveranstaltung dazu nutzen, bisherige Erlebnisse der Projektbeteiligten auszutauschen und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren.
Dabei sei es insbesondere wichtig, die Bedürfnisse der Bewohner/innen aufzunehmen, um auch im nächsten Jahr die Bewohner/innen bei Ihrem Weg begleiten zu können
und Ihnen den Prozess des Eingewöhnens in eine neue Umgebung so erträglich wie möglich zu gestalten. Einen besonderen Dank sprach sie den Vor-Ort Einrichtungen aus, wie dem MehrGenerationenHaus, der Ritterburg, der Kiezstube, der Flüchtlingskirche St. Simeon, der Otto-Wels-Grundschule und allen weiteren Akteuren im Kiez, die sich tagtäglich für eine integrative Gemeinschaft einsetzen. Ein besonderer Dank gelte insbesondere auch Frau Monika Hermann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Frau Anna Kuntze, Integrationsbeauftragte von Friedrichshain-Kreuzberg, die leider beide aufgrund von Krankheit nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, sowie die Fördergeldgeber der Sozialen Stadt. Ein weiterer Dank gelte allen Sponsoren und Unterstützern, die diese Feier mit einer Vielzahl an Geschenken unterstützt haben und insbesondere auch den Mitarbeiter/innen der Notunterkunft, die unseren Sprach- und Integrationsmittler/innen den Zugang zu den Bewohner/innen vereinfacht haben und dem EIZ stets unterstützend und kooperativ zur Seiten standen, als auch der Leitung Frau Riesberg.
Zu guter Letzt dankte Frau Maarouf der Einsatzkoordinatorin des Projekts Frau Rania Ismael-Nehme und allen beteiligten Sprach- und Integrationsmittler/innen für Ihr Engagement und Ihren wertvollen Einsatz.
Das Schlusswort wurde den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft überlassen, die sich in einzelnen Redebeiträgen bei der Leitung der Notunterkunft, den Sozialbetreuer/innen und den Sprach- und Integrationsmittler/innen für Ihr Engagement und Ihren täglichen Einsatz für die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner/innen herzlichst bedankten. Auch dem Bezirk, der Stadt Berlin, der Regierung und insbesondere der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel sprachen die Bewohner/innen ihre Hochachtung und Anerkennung aus.
Nach der Eröffnung des Buffets mit arabischen Köstlichkeiten erhielten die Kinder der Einrichtung die von den Sponsorinnen und Sponsoren gestifteten Geschenke. Strahlende Kinderaugen freuten sich über Schminksets, ferngesteuerte Spielzeugautos, Mikrofone, Gutscheine für Sportschuhe, Bekleidungsartikel und elektronische Geräte.
Anschließend sorgte die Band „Orient Musik Agent“ mit einem musikalischen Bühnenprogramm für ausgelassene Stimmung unter den Bewohner/innen der Unterkunft und den anwesenden Gästen. Wir danken allen Anwesenden und Projektbeteiligten für Ihre Unterstützung zum Gelingen der Auftaktveranstaltung und freuen uns auf ein erfolgreiches und innovatives Projektjahr 2017!
 
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